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Kirchen in Türkei

Abbildung der ersten Moschee in Medina

Das Gebetshaus

Ort des Gebetes und der Begegnung

"Die Moschee"

Vorbild für alle Moscheen ist die Kaaba in Medina

Das deutsche Wort Moschee ist abgeleitet von dem arabischen Masjid , es bezeichnet einen "Ort, wo man sich niederwirft" - für das Gebet.

 

Vorbild aller Moscheen dieser Welt ist die Moschee, die der Prophet Muhammad (Friede und Heil auf ihn) in Medina errichten ließ. Es war ein einfacher offener Platz, der von einer Mauer umgeben war. An einer Seite befanden sich die Wohnungen des Propheten und seiner Frauen. In diesem Innenhof wurde gebetet und Versammlungen abgehalten. Gegen den Stamm einer Dattelpalme gelehnt hielt hier der Prophet vor der versammelten Gemeinde die Freitagspredigt. Es wurden aber auch Gäste empfangen. Bei einem Besuch einer diplomatischen Delegation eines christlichen Stammes aus Najrân wurde ihnen gestattet, hier auch ihre Gebete zu halten.

 

In dieser ersten Moschee in Medina findet sich schon das Grundmuster einer Moschee: ein Platz zum Beten, der nach der Kaaba (arabisch: einfaches würfelförmiges Gebäude, das einen von alters her von den Arabern verehrten Meteoritenstein bewahrt) in Mekka ausgerichtet ist.
Die Kaaba gilt als erstes, von Adam errichtetes und später von Ismael und Abraham erneuertes Heiligtum der Menschheit. Keine Symbole, keine architektonischen Barrieren, kein zentrales Element lenkt die Konzentration des Beters ab.

In nahezu allen Moscheen der Welt gibt es trotz unterschiedlicher Architekturstile und lokaler Traditionen eine Reihe von festen Elementen:

 
 
Mihrab
 
Mimbar
 
Kursi
 
Gebetsraum
  • (1) Mihrab
    Gebetsnische

  • (2) Mimbar
    Kanzel

  • (3) Kursi
    Vorlesepult

  • (4) Dikka
    Estrade

Kalligraphien sind Schreibkunstwerke mit arabischen Buchstaben, die die Namen Allah, Muhammad, die Namen der ersten Kalifen oder Verse aus dem Koran zeigen.

Abbildungen von Menschen oder anderen Lebewesen gelten als verpönt.
Da der Ort für das Gebet sauber sein muss und ohne Schuhe betreten wird, bedecken oft Teppiche dem Boden.
Abteilungen für Frauen sollen von den Männern nicht eingesehen werden und befinden sich zumeist im hinteren Teil des Raumes oder auf einer Empore.

Kaaba in Mekka

 

Al Madina Al Munauwara ProphetenMoschee Medina

Das "ehrwürdige Mekka" (Makka Al Mukarrama) stellt mit dem Heiligen Bezirk um die Kaaba den religiösen Mittelpunkt des Islams dar. Sie ist die Geburtsstadt des Propheten Muhammad und der Ort, an dem zuerst der Quran offenbart wurde. Der Quran bezeichnet die Kaaba als "erstes Gotteshaus" (Al Imran, Vers 96). Die Kaaba ist, so heißt es im Hadith, von Adam vor vielen tausend Jahren in Mekka erbaut. Später wurde sie in der Sintflut Noahs zerstört und von dem Propheten Abraham und seinem Sohn Ismael wieder errichtet (Al Baqara, Vers 128). Gen Kaaba richten sich auf der ganzen Welt die Gebetsnischen der Moscheen, die den Betenden die Gebetsrichtung anzeigen. Die Kaaba ist ein Gebäude im Innenhof der Großen Moschee in Mekka. An ihrer östlichen Ecke befindet sich ein schwarzer Stein, den die Pilger küssen oder berühren sollen, wenn es ihnen möglich ist. Er war zu Beginn ein leuchtender, weißer Stein, der vom Paradies niederfiel. Je mehr die Götzenanbeter in der folgenden Zeit den Stein berührten, um so mehr wurde er schließlich zum schwarzen Stein. In Richtung Mekka ziehen Hunderttausende, ja Millionen Pilger, um die Wallfahrt zu vollziehen.

 

 

Selimiye Moschee

Niederkassel

 





An zweiter Stelle steht das "Erleuchtete Madina" (Al Madina Al Munauwara). Die Moschee des Propheten in Madina wurde durch die Jahrhunderte besucht, da sich in ihr das Grab des Propheten Muhammad befindet. Er wurde dort nach seiner Auswanderung von Mekka nach Medina im Hause seiner Frau Aischa beigesetzt

Mekka




Die dritte bedeutende Stadt für den Islam ist Jerusalem, da sich in ihr das dritte Heiligtum, die Al Aqsa Moschee, befindet. Das ist auch der Ort, von dem der Prophet Muhammad seine Himmelsreise angetreten hat. Die Al Aqsa Moschee wurde vierzig Jahre nach der Errichtung der Kaaba erbaut.

Modell Moscheeneubau

Ehrenfeld

 

 

Kaaba

 

 

Kaaba

Die Moschee

Die Moschee ist hauptsächlich Ort des Gebets und der Predigt. Sie kann auch in diesem Rahmen ein kulturelles Zentrum sein. Sie dient auch als Unterrichtsstätte für Schüler. Die Moscheen sind einfach ausgestattet. In jeder Moschee gibt es einen Mihrab, Gebetsnische, der die Richtung nach Kaaba anzeigt, einen Minbar, Kanzel, sowie eine Waschanlage für die notwendige religiöse Waschung.

Klare Mißdeutungen liegen vor, wenn die Moschee als "Gebetshaus für Männer" definiert wird. Die Moschee ist nicht nur ein "Versammlungshaus"; schon gar nicht ein "Versammlungshaus ohne Sitzbänke". Eine Definition, die in einigen Büchern steht. Eine Moschee ist erheblich mehr: Sie ist religiöses Zentrum. Hier trafen sich Studenten und Lehrer zum Studium und zum Unterricht. Gut ausgestattete Bibliotheken standen ihnen dazu zur Verfügung. Die Moscheen dienten auch als Schlafstätten für Durchreisende. Die Frauen besuchen ebenfalls die Moscheen und sitzen nicht in abgeleiteten Gebetsräumen.

So wird von dem Propheten folgende Aussage überliefert: Hindert die Gottesdienerinnen nicht am Besuch der Moschee. Die Moschee kennt keinerlei Geschlechtseinschränkungen. Weder ist der Gottesdienst nur "eine Angelegenheit des Mannes", noch gibt es irgendeine eine islamische Vorschrift, daß Frauen an irgendwelchen Gottesdiensten gehindert werden sollen.

Etikette: Verhalten in einer Moschee

Eine Moschee hat keinerlei sakralen Charakter, sie ist ein Ort, der aus Gründen der Reinlichkeit sauber gehalten wird.
Sakralen Charakter hat allein das Wort Gottes, soweit es in Exemplaren des Koran und Kalligraphien seiner Verse festgehalten ist. Sie werden mit Andacht und Respekt behandelt, nicht mit Füßen betreten, auf den Boden gelegt oder ohne vorherige Reinigung des Körpers berührt.

 

Als Gast in einer Moschee sollte man folgendes beachten:

  • Beim Betreten der Moschee zieht man die Schuhe aus.

  • Wenn gerade gebetet wird, spricht man nicht mit lauter Stimme.

  • Man darf alles anfassen, nur ein Koranexemplar sollte man nicht achtlos berühren.

  • Sofern keine besondere Abteilung für Frauen vorhanden ist,

  • nehmen Frauen während des Gebetes hinter den Männern Platz.

  • Wenn Muslime beten, sollte man nicht vor ihnen vorübergehen.

 

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Stand: 11.03.2017