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Wandgemälde im Schlösschen Qasr Amra: Jesus. Quelle: ZDF

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Muslimische Darstellung Jesu im Schlösschen Qasr Amra

Kreuzigung Jesu. Quelle: ZDF

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Für Muslime ist unvorstellbar, dass Jesus am Kreuz gestorben sein soll.

Maria von Nazareth mit dem Jesuskind. Quelle: ZDF

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Gemälde von Maria mit dem Jesuskind

"Menschen der Schrift" & die Muslime

Muslime glauben nicht, dass Jesus Gott ist.

sondern einer der großen Propheten die Gott gesandt hat

Morgenland:

Die Geschichte der islamischen Welt

Jesus: Nicht der Sohn Gottes

Ein Prophet des Islam 

Er sagte: Ich bin der Diener Gottes. Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht." (Sure 19:30)

Der Koran äußert sich an vielen Stellen über Jesus Christus, sein Leben und Wirken und stellt ihn mit den großen Propheten der Religionsgeschichte in eine Reihe.

Mehr noch als ein einfacher Prophet, ist Jesus als Religionsstifter von Gott gesandt. Der Koran zählt Jesus zu den großen Gesandten Gottes, verneint aber seine Gottessohnschaft.

 

Nach dem Koran ist Jesus neben Noah, Abraham, Mose und Mohammad eine der größten Persönlichkeiten der Prophetengeschichte. Gott hat ihn auserwählt, um ihn zum Propheten zu machen.

"Und gedenke der Zeit als Wir den Propheten ihr Gelübde abnahmen ebenso wie von dir und von Noah und Abraham und Moses und Isa, dem Sohn der Maria, und Wir nahmen ihnen ein feierliches Gelübde ab." (Sure 33)

Jesus der Nachkomme Abrahams

Jesus gilt im Koran als echter Nachkomme Ibrahims (Abrahams) und zugleich als sündenloser Mensch mit außergewöhnlichem Charakter und besonderen Fähigkeiten. Mit der Jungfräulichkeit Marias wird auch seine göttliche Herkunft anerkannt (Sure 3, 45-48). Muslime glauben zwar an die jungfräuliche Empfängnis Marias und die Geburt Jesu durch einen Akt von Gottes Geist, aber nicht daran, dass Jesus Gottes Sohn sei. Für Muslime stellt die christliche Vorstellung von der Trinität Gottes als Vater, Sohn und Heiligem Geist eine Art von Polytheismus dar, die der Islam als monotheistische Weltreligion ablehnt.

Daher sieht der Koran Jesus nicht als Sohn Gottes (Sure 9, 30; 19, 36). Nach islamischer Überzeugung war Jesus nur einer in der langen Reihe rechtgeleiteter Propheten - allerdings steht er als Prophet des Islam in seiner Bedeutung hinter Mohammad. Jesus vollbrachte auch Wunder. Als einzige Gestalt des Korans habe er Vögel aus Lehm gemacht, Aussätzige geheilt, sei auf dem Meer gewandelt und habe Tote auferweckt.

Keine Kreuzigung

Nach islamischer Überzeugung ist Jesus nicht am Kreuz gestorben. Es "schien ihnen nur so", so sagt der Koran, eine Kreuzigung zu sein, doch in Wirklichkeit sei niemand gekreuzigt worden, stattdessen habe Gott Jesu zu sich geholt. Es gab also nach der Aussage des Korans, wie sie von der überwältigenden Mehrheit der islamischen Kommentatoren interpretiert wird, keine Kreuzigung und keinen Tod am Kreuz, sondern eine Himmelfahrt Jesu. Ob er jedoch vor der Erhebung in den Himmel gestorben sei, darüber sind sich die Muslime nicht einig.

Mehr noch als ein einfacher Prophet, ist Jesus als Religionsstifter von Gott gesandt. Der Koran zählt Jesus zu den großen Gesandten Gottes, verneint aber seine Gottessohnschaft. Nach dem Koran ist Jesus neben Noah, Abraham, Mose und Mohammad eine der größten Persönlichkeiten der Prophetengeschichte. Gott hat ihn auserwählt, um ihn zum Propheten zu machen. "Und gedenke der Zeit als Wir den Propheten ihr Gelübde abnahmen ebenso wie von dir und von Noah und Abraham und Moses und Isa, dem Sohn der Maria, und Wir nahmen ihnen ein feierliches Gelübde ab." (Sure 33)

Einige Kommentatoren meinen, er sei nach der Errettung aus den Händen seiner Feinde gestorben, kurz danach wieder von den Toten erweckt und in den Himmel erhoben worden. Andere verlegen den Tod Jesu in die Endzeit. Andere Kommentatoren wiederum behaupten, es sei nicht Jesus, sondern ein "Ersatzmann" gekreuzigt worden. Wie Jesus gestorben ist, bleibt im Koran offen. Doch wenn der Koran den Tod Jesu am Kreuz verneint, so will er damit sagen, dass zwar sein Leib getötet worden ist, nicht aber sein Geist und seine Botschaft.

Keine Erbsünde

Weil Muslime nicht an die christliche Lehre von der Erbsünde glauben, besteht auch keine theologische Notwendigkeit für das stellvertretende Opfer Jesu Christi am Kreuz zur Erlösung aller Sünder und somit für die Kreuzigung Jesu und seine Auferstehung. Muslime glauben, dass jedes einzelne Individuum sich vor Gott für seine Taten verantworten muss. Die Vorstellung einer Schuldübernahme ist hier theologisch ausgeschlossen: Jeder Gläubige muss sich am Ende selbst vor Gott verantworten, somit ist auch jeder für sein eigenes Heil verantwortlich.

Während Muslime den gerechten Lebenswandel und die Verantwortung vor Gott als gemeinsame Lehre Abrahams, Jesu und Mohammeds betonen, wird der Gedanke an Jesu Selbsthingabe für die Menschheit, an die darin begründete Vergebung, Barmherzigkeit und Gnade Gottes kaum erwogen.

Messias und Mystiker

Jesus besondere Stellung im Islam wird auch dadurch deutlich, dass er sogar "Mahdi" (Messias) genannt wird (Sure 5, 76.79). Er wird am Ende der Zeit, so die Islamische Tradition, als Messias wiederkommen. Seine Wiederkunft leitet die Endzeit ein und kündigt das Endgericht an. Islamische Theologen wie die iranische Theologin Hamideh Mohagheghi sehen darin sogar einen Vergleich mit dem im Zwölfer-schiitischen Islam verehrten letzten und zwölften Imam Mahdi. Dieser nach Zwölfer-schiitischer Tradition verborgene Imam wird eines Tages als Messias auf die Erde zurückkehren.

Im Koran erhielt nur Isa (Jesus von Nazareth) den Titel Mahdi oder Messias. Auch in der islamischen Mystik spielt Jesus eine Rolle, indem er nämlich als "Weisheitslehrer" und Vorbild für Armut und Askese dient. Den Sufis gilt Jesus als der Prophet der Liebe, der die Menschen zur Gottesliebe führt. Manche islamische Reformtheologen sehen in ihm auch einen Sozialreformer, der ähnlich wie Mohammed gerechte Verhältnisse gelehrt und Armenfürsorge begründet habe.

Maria im Koran

Die einzige biblische Frau, die im Koran namentlich erwähnt wird, ist Maria (Maryam), die Mutter Jesu. Sure 19 ist nach Maria benannt. Sie empfing ihren Sohn durch einen göttlichen Schöpfungsakt oder durch das Einhauchen des Geistes. Gegen die Vorwürfe, sie habe einen unehelichen Sohn zur Welt gebracht, nimmt sie sowohl Jesu öffentlich in Schutz, indem er auf seine göttliche Sendung hinweist als auch der Koran, der Maria ausdrücklich gegen eine "gewaltige Verleumdung" verteidigt und Maria als die, "die sich keusch hielt", bezeichnet.

Damit unterstreicht der Koran die jungfräuliche Geburt Jesu. Nach dem Glauben vieler Muslime ist auch Maria in den Himmel aufgefahren. Sie gilt allgemein als eine der vier hervorragendsten Frauen der Menschheitsgeschichte neben den Frauen des Propheten Mohammed, Chadidscha und Aisha und der Prophetentochter Fatima.


 Das natürliche Bündnis zwischen Christentum, Judentum und Islam 
   

Neue Synagoge in Berlin




Petersdom in Rom




Blaue Moschee in Istanbul




Selimiye Moschee Niederkassel




Dresdener Frauenkirche




Selimiye Moschee Niederkassel Panorama



Auszug aus dem Koran

 

 

 

 

 

 

Thora

 

              

Sagt: Wir glauben an Allah und an das, was er uns und was er Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und den Stämmen offenbarte und an das, was Mose, Jesus und den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir kennen unter diesen keinen Unterschied."
(Sure 2,136)

"Allah ist Allah ! Es gibt keinen Gott außer ihm......Er offenbarte dir die Schrift mit der Wahrheit und bestätigte hiermit sein schon früher gesandtes Wort. Er offenbarte schon vorher die Thora und das Evangelium als Richtschnur für die Menschheit..."
(Sure 3,2-3)

"O Gläubige, glaubt an Allah und seinen Gesandten und an das Buch, das er seinem Gesandten und an die Schrift, welche er schon früher offenbart hat."
(Sure 4,136)

"Wir haben die Thora offenbart, die Leitung und Licht enthält...."
(Sure 5,44)

"Wir haben Jesus, den Sohn der Maria, den Fußstapfen der Propheten folgen lassen, bestätigend die Thora, welche in ihren Händen war, und gaben ihm das Evangelium, das Leitung und Licht und Bestätigung der Thora enthält, welche zuvor in ihren Händen war......die Besitzer des Evangeliums sollen nun nach den Offenbarungen Allahs darin urteilen."
(Sure 5, 46-47)

"
Wir haben nunmehr dir das Buch in Wahrheit offenbart, die früheren Schriften in ihren Händen bestätigend,...."
(Sure 5,48)

"Oh ihr Schriftbesitzer, ihr gründet euch auf nichts, bis ihr die Thora und das Evangelium beachtet und was euch sonst von eurem Herrn offenbart ist."
(Sure 5,68)

"Der Koran.....bestätigt das, was vor ihm offenbart wurde....."
(Sure 10,37)

"Bist du im Zweifel über etwas, was wir dir jetzt offenbart haben, so frage nur die, welche die Schrift vor dir gelesen haben." (gemeint: Christen und Juden)
(Sure 10,94)

"Wir glauben an das, was uns, und an das, was euch offenbart worden ist. Allah, unser Gott und euer Gott, ist nur einer, und wir sind ihm ganz ergeben. Wir haben dir nun die Schrift offenbart; auch die, welchen wir ehedem die Schrift gegeben haben, glauben daran."
(Sure 29,46)
Der Islam ist eine Religion des Friedens, der Liebe und Toleranz. Heute wird jedoch in einigen Kreisen ein falsches Bild des Islams) dargestellt, so als ob es einen Konflikt zwischen dem Islam und den Anhängern der beiden anderen monotheistischen Religionen gebe. Dennoch ist die Einstellung des Islams) gegenüber Juden und Christen, die als "die Menschen der Schrift" im Quran bezeichnet werden, sehr freundlich und tolerant.

Diese Einstellung gegenüber den Menschen der Schrift entwickelte sich in den Geburtsjahren des Islams). Zu jener Zeit waren die Muslime eine Minorität und kämpften, um ihren Glauben zu schützen. Dabei litten sie unter der Unterdrückung und den Grausamkeiten der Heiden der Stadt Mekka. Auf Grund dieser Verfolgung entschieden sich einige Muslime dazu, aus Mekka zu fliehen und in einem sicheren Land mit einem gerechten Herrscher zu leben. Der Prophet Muhammad bat sie, Zuflucht beim König Negus, dem christlichen König von Äthiopien zu nehmen. Die Muslime, die diesem Rat folgten, fanden eine sehr angenehme Herrschaft vor, die sie mit Liebe und Respekt aufnahmen, als sie nach Äthiopien gingen. König Negus lehnte die Forderungen der heidnischen Boten, die ihn baten, die Muslime auszuliefern, ab und verkündete, dass die Muslime in seinem Land frei leben können.

Diese Haltung der Christen, die auf den Begriffen Mitleid, Gnade, Bescheidenheit und Gerechtigkeit basiert, entspricht einer Voraussage, die Allah im Quran gemacht hat. Ein Vers des Quran gibt an:...

Und du wirst finden, dass den Gläubigen diejenigen am freundlichsten gegenüberstehen, welche sagen: "Wir sind Christen", weil unter ihnen Priester und Mönche sind, und weil sie nicht hochmütig sind. (Sure al-Mâ'ida: 82)

Der allgemeine Glaube und die Werte der Menschen der Schrift im Vergleich zum Islam

Der christliche und muslimische Glaube haben viele Aspekte gemeinsam. Das Judentum teilt auch viele Glaubensgrundsätze mit dem Islam. Alle wahren Anhänger dieser drei großen Religionen:

■ " glauben, dass Allah das ganze Universum aus dem Nichts geschaffen hat und dass Er alles beherrscht, das auf Grund Seiner Allmacht existiert.

■ " glauben, dass Allah den Menschen und alle Lebewesen in wunderbarer Weise erschaffen hat und dass der Mensch eine Seele besitzt, die ihm von Allah gegeben wird.

■  " glauben, dass Allah außer Jesus, Moses oder Muhammad im Verlauf der Geschichte viele weitere Propheten wie Noah, Abraham, Isaac und Joseph gesandt hat. Und sie lieben alle diese Propheten.

■  " glauben an die Auferstehung, das Paradies, die Hölle und an Engel sowie daran, dass Allah unser Leben mit einem bestimmten Schicksal erschaffen hat.

Der Glaube der Menschen der Schrift harmonisiert mit dem der Muslime, und nicht nur im Hinblick auf reine Aspekte des Glaubens, sondern sie stimmen auch in moralischen Werten überein. In der heutigen Welt, in der solche Unmoral wie Ehebruch, Homosexualität, Drogensucht und ein Leitmodell von Egoismus und Grausamkeit weit verbreitet sind, teilen die Menschen der Schrift und die Muslime die gleichen Tugenden wie Ehre, Keuschheit, Bescheidenheit, Opferbereitschaft, Ehrlichkeit, Mitleid, Gnade und unbedingte Liebe…

Der Quran gebietet, dass Muslime, Juden und Christen in Freundschaft leben sollen

Es ist offensichtlich, dass es eine breite Basis für ein Bündnis zwischen den "Menschen der Schrift" und den Muslimen gibt. Dieses ist auch im Quran sehr offensichtlich. In den relevanten Versen des Quran gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen den Menschen der Schrift und den Götzendienern. Dies wird besonders im Bereich des sozialen Lebens hervorgehoben. Über die Götzendienern heißt es z.B.:

"...Siehe, die Götzendiener sind unrein. Darum sollen sie sich nach diesem ihrem Jahr der unverletzlichen Moschee nicht mehr nähern..." (Surat an-Tawba: 28)

Die Götzendiener sind Menschen, die kein göttliches Gesetz befolgen, keine moralischen Gebote kennen und die zu jeder Art von Degeneration und widernatürlicher Handlung ohne Zögern fähig sind.

Während sie sich im allgemeinen auf die Offenbarung von Allah verlassen, haben die Menschen der Schrift moralische Gebote und wissen, was erlaubt ist und was nicht. Aus diesem Grund ist es den Muslimen erlaubt, Nahrung zu essen, die von Menschen der Schrift zubereitet wird. In gleicher Weise ist es einem muslimischen Mann gestattet, eine Frau unter den Menschen der Schrift auszuwählen und zu heiraten. Hierzu gebietet Allah:

Heute sind euch alle guten Dinge erlaubt. Auch die Speise derer, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, so wie euere Speisen ihnen erlaubt sind. Und (erlaubt sind euch zu heiraten) tugendhafte Frauen, die gläubig sind, und tugendhafte Frauen von denen, welchen die Schrift vor euch gegeben wurde, sofern ihr ihnen ihr Brautgeld gegeben habt und tugendhaft mit ihnen lebt, ohne Unzucht, und keine Geliebten nehmt. Wer den Glauben verleugnet, dessen Werk ist fruchtlos, und im Jenseits ist er einer der verlorenen. (Sure al-Mâ'ida: 5)

 

Diese Gebote zeigen, dass verwandtschaftliche Bindungen resultierend aus der Heirat eines Muslims mit einer Frau von den Menschen der Schrift hergestellt werden können und dass sie eine Einladung zu einer Mahlzeit annehmen dürfen. Dies sind die Grundlagen, die die Errichtung gerechter menschlicher Verhältnisse und eines glücklichen Kommunallebens sicherstellen. Da der Quran diese gerechte und tolerante Haltung vorschreibt, ist es undenkbar, dass ein Muslim eine entgegensetzende Ansicht haben könnte.

Klöster, Kirchen und Synagogen sollten respektiert werden

Eine andere wichtige Tatsache, die wir aus dem Quran lernen, ist das Gebot für Muslime die jüdischen und christlichen Orte der Anbetung zu respektieren. Im Quran werden die Orte der Anbetung der Menschen der Schrift, d.h. Klöster, Kirchen und Synagogen als die Orte der Anbetung erwähnt, die unter dem Schutz Allahs stehen.

Und hätte Allah nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, wären Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen Allahs Name häufig gedacht wird, bestimmt zerstört worden. Und wer Ihm helfen will, dem hilft gewiss auch Allah; denn Allah ist stark und mächtig. (Sure al-Hadsch: 40)

Dieser Vers zeigt allen Muslimen den Wert des Respekts und des Schutzes der Orte der Christen und Juden, die unter Seinem Schutz stehen.

In der Tat befiehlt Allah im Quran den Muslimen, keine Feindschaft gegenüber irgendeinem Mensch zu hegen. In vielen Versen wird Freundschaft empfohlen, auch mit Götzendienern. Allah weist auf die Behandlung von Götzendienern im Krieg mit Muslimen in dem folgenden Vers hin:

Und wenn einer der Götzendiener bei dir Zuflucht sucht, dann gewähre ihm Zuflucht, damit er Allahs Wort vernimmt. Dann lass ihn den Ort erreichen, an dem er sich sicher fühlt. Dies, weil sie ein unwissendes Volk sind. (Sure at-Tauba: 6)

 

Die Juden und Christen sind den Muslimen jedoch viel näher als Götzendiener. Jede dieser Religionen hat ihr Buch, d.h. sie sind abhängig von einer Offenbarung, die von Allah herabgesandt wurde. Sie wissen, was richtig und was falsch ist, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Sie wissen, dass sie vor Allah Rechenschaft ablegen müssen und sie lieben und verehren Seine Propheten. Dieses zeigt, dass die Muslime und die Menschen der Schrift leicht zusammen leben und zusammenarbeiten können.

Die allgemeinen Feinde des Glaubens

Eine weitere wichtige Tatsache, die das Christentum, Judentum und den Islam zusammen auszeichnet, sind die gegen sie gerichteten atheistischen Philosophien, die in unserer Zeit so einflussreich sind.

Unter den bekanntesten und schädlichsten Philosophien unserer Zeit können der Materialismus, der Kommunismus, der Faschismus, die Anarchie, der Rassismus und der säkulare Humanismus genannt werden. Viele Menschen, die an die gefälschten Diagnosen, die trügerischen Beschreibungen und die Erklärungen dieser Ideen über das Universum, die Gesellschaft und den Mensch glaubten, haben ihren Glauben verloren oder bezweifeln ihn. Noch mehr als dies haben diese Ideologien Menschen, Gesellschaften und Nationen in große Krisen, in Konflikte und in Kriege gestürzt. Ihr Anteil an der Schuld für den Schmerz und den Kummer, unter denen die Menschheit heute leidet, ist unermesslich.

Bei ihrer Verneinung Allahs und der Schöpfung, stützen sich alle obenerwähnten Ideologien auf die gleiche, sogenannte wissenschaftliche Grundlage: Charles Darwins Evolutionstheorie. Der Darwinismus bildet die Grundlage der atheistischen Philosophien. Diese Theorie behauptet, dass die Lebewesen sich in einer Folge von Zufällen und durch einen Kampf ums Dasein entwickelt haben. Folglich schickt der Darwinismus den Menschen diese trügerische Botschaft:

"Sie sind niemandem verantwortlich, Sie verdanken Ihr Leben Zufällen, Sie müssen kämpfen, und wenn es notwendig ist, unterdrücken Sie andere, um erfolgreich zu sein. Das Leben auf der Erde ist durch Konflikte bestimmt."

Diese "Lehre" rät den Menschen, egoistisch, grausam und unterdrückerisch zu sein. Es zerstört Tugenden wie Gnade, Mitleid, Opferbereitschaft und Bescheidenheit, die zu den moralischen Werten der drei großen monotheistischen Religionen gehören.

In diesem Fall ist es für die Menschen der Schrift und die Muslime notwendig, zusammenzuarbeiten, da sie an Gott glauben und die Sittlichkeitslehre annehmen, die Er gebietet. Die Anhänger dieser drei Religionen sollten der Welt vom Irrtum des Darwinismus befreien, der keine wissenschaftliche Grundlage hat, aber versucht, die materialistische Philosophie zu bewahren. Sie sollten kooperativ einen intellektuellen Kampf gegen alle sonstigen trügerischen Ideen führen, die dem Atheismus dienen. Sobald dieses verwirklicht ist, wird die Welt, bereits in sehr kurzer Zeit einen Zustand des Friedens, der Ruhe und Gerechtigkeit erreichen.

 

Zusammenfassung: "Laßt uns zusammenkommen! Einigen wir uns!"

In einer Zeit, in der anti-religiöse, atheistische und materialistische Ideologien auf der Welt Verbreitung finden, sollten Gemeinsamkeiten zwischen den monotheistischen Religionen hervorgehoben und Zusammenarbeit für gemeinsame Ziele gefördert werden.

Im Hinblick auf die Menschen der Schrift erteilt Allah den Muslimen folgendes Gebot im Quran: laßt uns zusammenkommen und einigen wir uns:

Sprich: "O Leute der Schrift! Kommt herbei! Einigen wir uns darauf, dass wir Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und dass die einen von uns die anderen nicht zu Herren neben Allah annehmen. (Sure Ãl-'Imrân: 64)

 

Dies ist unser Aufruf an die Christen und Juden: Als Menschen, die an Gott glauben und seiner Offenbarung folgen, lassen Sie uns auf den "Glauben" einigen. Lassen Sie uns Allah lieben, Der unser Schöpfer und Herr ist, und Seinen Befehlen folgen. Und lassen Sie uns Allah anbeten, damit er uns auf einem geraden Pfade führen möge.

►Wenn Muslime, Christen und Juden zusammenkommen und sich einigen;

►Wenn sie verstehen, dass sie Freunde sind, nicht Feinde,

►Wenn sie sehen, dass der wirkliche Feind der Atheismuss und Paganismus ist,

►dann wird die Welt ein ganz anderer Ort.

Der Kampf, der seit alters her andauert, Feindschaft, Furcht und Terrorakte - wird zu Ende gehen und eine neue Zivilisation, die auf Liebe, Respekt und Frieden basiert, wird auf der Grundlage dieser "allgemeinen Formel" errichtet.   von HARUN YAHYA

 
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Stand: 10.03.2017

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