StartseiteAus NiederkasselNeuesBildungPersönlichesVeranstaltungenPresseLerne den Islam kennenLernen für das LebenBilder
Monat
Mai  2011
Islam - die Religion
Bücher
Liberal-Islamischer Bund e.V.
FIBEr e.V.
Jahrbuch des Rhein-Siegkreises 2009
Inhalt und Kontakt

 

   
 

Monat Mai 2011

Mythos Integration - Eine Korrektur

Mit der "Richtigstellung der Begriffe" beginnt nach Konfuzius jede gute Regierung. Deshalb scheint es sinnvoll, den Begriff Integration zu klären und mit den sechs großen Mythen aufzuräumen. Von Rainer Oechslen

1. Mythos: Integration heißt Assimilation

Häufig wird in der gegenwärtigen Debatte gesagt, Zuwanderer müssten sich 'anpassen' oder 'angleichen'. Fragt man nach, was das bedeutet, so kann man etwa hören, dass muslimische Frauen kein Kopftuch tragen sollten. Derlei hat mit Integration nichts zu tun.

Die völlige Angleichung von neuen Mitgliedern einer Gruppe oder Gesellschaft an die bisher herrschenden Sitten und Ideen nennt man Assimilation. Diese von Zuwanderern zu verlangen würde bedeuten, dass sich Zuwanderer von ihren Wurzeln abschneiden und auf ihre kulturelle Identität verzichten müssen.

Integration bedeutet die Aufnahme von anderen als anderen in eine Gemeinschaft. Der Respekt vor den für alle geltenden Gesetzen, der eine Gesellschaft eint oder zumindest einen sollte, verlangt ja gerade nicht, dass alle Mitglieder der Gesellschaft die gleichen Sitten befolgen.

Sie müssen weder die gleiche sexuelle Orientierung haben noch die gleiche Kleidung tragen. Sie müssen nicht einmal die gleiche Sprache sprechen, wie man am Beispiel unserer schweizerischen Nachbarn – Christoph Blocher zum Trotz – leicht sehen kann. In der Schweiz gibt es insgesamt vier verschiedene Amtssprachen. Die Idee, dass alle Bürger gleich sein müssen, ist ein Relikt aus Zeiten des Totalitarismus und passt nicht zum Wesen der Demokratie.

2. Mythos: In Deutschland spricht man Deutsch

Zweisprachigkeit in Deutschland keine Seltenheit: Sogar zweisprachige Ortsschilder gibt es in der Gegend von Cottbus/Chóśebuz. Bis 1918 lebte im Deutschen Reich eine große polnische Minderheit. Natürlich bedarf es zur Kommunikation in einer Gesellschaft einer gemeinsamen Sprache. Aber auch hier muss man irrige Vorstellungen korrigieren.

Deutschland war auch vor den Zuwanderungswellen im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts kein sprachlich einheitliches Land. Es gibt zwar eine einheitliche Landessprache, aber die sorbische Minderheit im Südosten und die Dänen im Norden pflegten und pflegen ihre Muttersprachen neben dem Deutschen.

3. Mythos: Die Deutschen integrieren sich im Ausland ohne weiteres

Immer wieder kann man hören, dass im Unterschied zu den Zuwanderern in Deutschland sich die Deutschen im Ausland selbstverständlich 'anpassen'. Das Gegenteil trifft zu – wie am Beispiel der Deutschen in den USA leicht zu zeigen ist.

 
 
Deutsch-polnisches Straßenschild in Cottbus; Foto: wikipediaZweisprachige Ortsschilder gibt es in der Gegend von
Cottbus/Chóśebuz. Bis 1918 lebte im Deutschen Reich eine große polnische Minderheit. Die rigiden Germanisierungsmaßnahmen unter dem Wilhelminismus gehören nicht zu den Ruhmesblättern der deutschen Geschichte. @ Bild: www.qantara.de

Bekanntlich sind im 19. Jahrhundert in immer neuen Wellen Deutsche in die Vereinigten Staaten von Amerika ausgewandert. Zwischen 1850 und 1914 kamen etwa fünf bis sechs Millionen in die neue Welt. 'Ghettobildung' war völlig normal. In New York gab es ein "Little Germany" mit deutscher Kirche, deutschem Metzger, deutschem Bäcker, deutscher Zeitung.

Auf dem Land gab es nicht nur deutsche Dörfer, die etwa "Frankentrost" oder "Frankenmuth" hießen und heißen. Es gab ganze deutsche Landkreise. Man verlangte für die Schulen in diesen Landkreisen ausschließlich deutsche Lehrer und unterrichtete weitgehend nach deutschen Lehrplänen.

Frankenmuth im US-Bundesstaat Michigan; Foto: wikipediaLittle Bavaria" oder deutsche Parallelgesellschaft im Herzen der USA? Der Ort Frankenmuth im Bundesstaat Michigan wurde 1845 vor allem von Immigranten aus Franken besiedelt. Auf den Vorwurf, man wolle in den USA eine 'deutsche Parallelgesellschaft' aufbauen, hätte man wohl geantwortet: "Ja, genau." 
@ Bild: www.qantara.de

Dann brachte der Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg die Wende für alle Deutschen in den USA. Die Regierung stellte klipp und klar die Frage: "Wollt ihr Deutsche sein? Dann müssen wir euch internieren. Oder seid ihr Amerikaner? Dann müsst ihr in den Krieg ziehen, auch wenn es gegen Deutschland geht." Praktisch alle optierten für die Bürgerschaft der Vereinigten Staaten.

Man kann der türkischen Gemeinschaft in Deutschland keinen Krieg gegen die Türkei wünschen. Die Frage der Loyalität wird sich nicht so abrupt klären wie bei den Deutschen in den USA. Aber sie wird sich klären, und sie klärt sich schon jetzt, wenn türkischstämmige Beamtinnen und Beamte Dienst tun in der Polizei und wenn es türkischstämmige Betriebsräte, Abgeordnete und Ministerinnen gibt.

 

4. Mythos: Haupthindernis für die gesellschaftliche Integration ist der Islam

Ist es nicht erstaunlich, welch prägende Kraft man von interessierter Seite der Religion der Muslime zuschreibt, während man andererseits meint, die gesellschaftliche Bedeutung des Christentums liege nunmehr seit Jahrzehnten im Schwinden? Läge es nicht viel näher, bei Muslimen wie Christen die Religion als einen Identität stiftenden Faktor unter anderen anzusehen?

Dabei darf man natürlich auf beiden Seiten nicht die Situation und Mentalität der Hauptamtlichen betrachten, der Theologen, Pfarrer, Imame, Moscheevorstände. Bei der Mehrheit der "normalen" Muslime sinkt der Einfluss der Religion auf den Alltag genauso wie bei den Christen.

Das entscheidende Hindernis für die volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist bei Muslimen genau wie bei anderen Zuwandern und bei Alteingesessenen ein geringes Einkommen und eine niedrige formale Bildung.

Türkische Gastarbeiter in Deutschland; Foto: dpa
Absurde Erwartungshaltung: "Sollen die Arbeiter aus Ostanatolien, die ihr Heimatdorf bei der Ausreise nach Deutschland zum ersten Mal verlassen haben, auf einmal die FAZ lesen oder im Restaurant Filet Bourguignon bestellen, um zu beweisen, dass sie sich nicht in einer Parallelgesellschaft abschotten?", fragt Rainer Oechslen
Anders gesagt: Wenn man in den 1960er Jahren billige Arbeitskräfte gesucht und dabei ungelernte Arbeiter aus Anatolien geholt hat, die entweder nie oder nur ein paar Jahre eine türkische Schule besucht haben, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich diese Leute verhalten wie jeder andere Bürger mit geringer Schulbildung. @ Bild: www.qantara.de

Man darf nicht ohne Weiteres erwarten, dass sie z.B. an einem Elternabend in der Schule teilnehmen. Sie spüren sehr genau, wie fremd sie dort sind und dass man sie von vorneherein nicht als zugehörig akzeptiert.

Wie bürgerlich muss man eigentlich sein, um als integriert zu gelten? Sollen die Arbeiter aus Ostanatolien, die ihr Heimatdorf bei der Ausreise nach Deutschland zum ersten Mal verlassen haben, auf einmal die FAZ lesen oder im Restaurant Filet Bourguignon bestellen, um zu beweisen, dass sie sich nicht in einer Parallelgesellschaft abschotten?

Natürlich spielt auch die Religion eine Rolle, aber oft erst sekundär: wenn etwa Leute, die sich in Deutschland fremd fühlen, in eine Religion flüchten, die ihnen früher gar nicht soviel bedeutet hat, nun aber ein wenig Halt bietet.

Dabei kommt ein sehr strenger religiöser Orientierungsrahmen dem Bedürfnis nach Geborgenheit unter Umständen entgegen. Man spricht dann von 'Fundamentalismus' – aber eigentlich geht es um Komplexitätsreduktion: Eine als unübersichtlich und bedrohlich empfundene gesellschaftliche Wirklichkeit soll vereinfacht werden.

5. Mythos: Deutschland ist kein Einwanderungsland

Der Satz "Deutschland ist kein Einwanderungsland" ist eine langjährige Lebenslüge der deutschen Politik. Er wurde von manchen Politikern auch dann noch bis zum Überdruss wiederholt, als das Gegenteil bereits mit Händen zu greifen war.

Es kamen die Arbeitskräfte, die man angeworben hatte – und mit jahrelanger Verzögerung deren Angehörige. Es kamen Flüchtlinge aus Spannungsgebieten, etwa aus dem Irak. Es kamen Russlanddeutsche und ihre russischen Angehörigen.

Nur wahrhaben wollte man das alles nicht. Noch bis vor wenigen Jahren gab es an bayerischen Schulen eine "muttersprachlichen Ergänzungsunterricht" für türkische Kinder. Der diente zwar der Stärkung der türkischen Sprachkompetenz, aber nur, weil man die Kinder auf die Rückkehr in die 'Heimat' vorbereiten wollte, die zum Teil schon ihre Großeltern verlassen hatten!

Es gab Einwanderung – aber es gab lange weder eine Einwanderungs- noch eine Integrationspolitik. Das hat sich inzwischen geändert. Aber weithin fehlt noch immer der Mut, die Dinge beim Namen zu nennen: Die Präsenz der Zuwanderer ist für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland unerlässlich. Es gibt Probleme, die durch die Zuwanderung entstanden sind, aber ohne diese Zuwanderung wären unsere Probleme noch weit größer.

6. Mythos: Integration ist eine Bringschuld der Zuwanderer

Die Rede von den "Integrationsverweigerern" ist verräterisch. Denn damit sind ja stets Migranten gemeint. Sie "verweigern" – so sagt man – die Integration, indem sie z.B. nicht ausreichend Deutsch sprechen oder ihre Kinder nicht zur Schule schicken. In Wahrheit ist Integration ein Veränderungsprozess, der 'neue' und 'alte' Mitglieder einer Gesellschaft betrifft.

Jeder, der eine Zeit lang im Ausland – und sei es in einem unserer europäischen Nachbarstaaten – gelebt hat, weiß, wie anstrengend das ist, auch dann noch, wenn man die Sprache des Landes beherrscht. Man muss lernen, lernen um zu leben.

Die anderen brauchen mich scheinbar nicht, aber ich brauche sie. Und wenn man mir zeigt, dass ich hier nicht erwünscht bin, dann heißt das noch lange nicht, dass ich einfach ins Flugzeug steigen und nach Hause fahren könnte. Denn ein 'Zuhause', in das man so einfach zurückkehren könnte, gibt es oft nicht mehr.

 Frau mit Kopftuch; Foto: dpa
Die andere Seite ist: Auch die deutsche Gesellschaft verändert sich durch die Migranten. Es ist nur die Frage, ob sie diese Veränderungen annimmt und bewusst gestaltet. Da ist etwa eine Frau wie Alice Schwarzer. Fast ein ganzes Leben lang haben sie und ihre Mitstreiterinnen gegen die Unterdrückung – auch die religiös motivierte Unterdrückung – der Frauen gekämpft. 
Vieles wurde erreicht. Und nun, im siebten Jahrzehnt ihres Lebens, begegnen Frau Schwarzer massenhaft Frauen und Mädchen mit Kopftuch, das sie nicht anders verstehen kann, denn als Symbol der Unterdrückung. 
Dass so ein Stück Stoff auch ein Zeichen von Selbstbehauptung sein kann, ist ihr schlicht unbegreiflich. Soll die hart erkämpfte Emanzipation rückgängig gemacht werden? Frau Schwarzer sieht keinen anderen Weg als ein Verbot der Kopftücher.
Reduktion auf ein Symbol der Unterdrückung: Dass solch ein Stück Stoff auch ein Zeichen von Selbstbehauptung sein kann, scheint Feministinnen wie Alice Schwarzer schlicht unbegreiflich, so Rainer Oechslen. @ Bild: www.qantara.deSie fordert es mit solcher Vehemenz, dass selbst Thomas Steinfeld, der moderate Feuilleton-Chef der Süddeutschen Zeitung, von einer "Erziehungsdiktatur" (SZ vom 28.9.10) spricht. 

Und Thilo Sarrazin: Auf einem Podium in München nannte man ihn einen "Kleinbürger, der mit einer ungeordneten Welt nicht klarkomme". Das trifft die Sache recht genau. Aber das "gediegene Münchner Bürgertum" tobt vor Wut, als man sein neues Idol angreift (SZ vom 1.10.10). Hier meldet sich Verweigerung zu Wort, Weigerung eine neue gesellschaftliche Wirklichkeit zu akzeptieren, Ablehnung eines Lern- und Veränderungsprozesses, von dem man doch dunkel ahnt, dass er unvermeidlich ist.

Es ist ja kein Wunder, dass die Zustimmung für Sarrazin nicht in erster Linie aus den unteren Schichten der Gesellschaft kommt. Sie kommt von denen, denen es erträglich geht, sehr erträglich, und die deshalb wollen, dass alles so bleibt wie es ist. Aber auch hier gilt der bekannte Spruch Erich Frieds: "Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt."

Rainer Oechslen

© Rainer Oechslen 2011

Rainer Oechslen ist Islambeauftragter der bayrischen Landeskirche. 











   

 







Muslime im öffentlichen Raum

Mit den Worten Bismillahir-Rahman-ir-Rahim – im Namen Gottes des Gnädigen des Barmherzigen - habe ich vor vier Jahren das erste Islamische Wort im SWR begonnen. Viele Muslime beginnen den Tag, eine Unternehmung, eine Reise, eine Arbeit und vieles mehr mit dieser Segensformel. Ich habe Gott damals um Segen für dieses „ Unternehmen“ Islamisches Wort gebeten. Ich war froh darüber, dass der SWR als erste öffentlich rechtliche Rundfunkanstalt Muslimen eine Stimme zugestand und sie ihren Glauben aus eigener Sicht darstellen konnten. Der SWR wurde damals von konservativen Politikern aus der zweiten Reihe als Moscheesender beschimpft. Doch die Verantwortlichen im Sender haben sich an der Aussage eines politischen Schwergewichts aus der ersten Reihe orientiert: "Der Islam ist Teil Deutschlands.“ Wolfgang Schäuble hatte das bei der Eröffnung der Deutschen Islamkonferenz im September 2006 gesagt. Und kein namhafter und ernstzunehmender Politiker hat ihm widersprochen. 

Heute spreche ich das 50. Islamische Wort. Minister Schäubles Aussage gilt mehr denn je; sie spiegelt die gesellschaftliche Wirklichkeit Deutschlands wider.

Mehr als vier Millionen Muslime leben hierzulande. Sie sind Teil der Gesellschaft, des Arbeitsmarkts, der Sozialversicherung, des Sports. Doch in den vergangenen Monaten ist über nichts so heftig, kontrovers und anhaltend diskutiert worden wie über die einfache Feststellung unseres Bundespräsidenten Christian Wulff: "Auch der Islam gehört inzwischen zu Deutschland.“ Was ist geschehen? Warum diese Aufregung?  Wieso ist der Islam in der deutschen Öffentlichkeit noch immer solch ein Reizthema? 

Seit dem 11. September 2001 schlägt Muslimen vermehrt offener Hass und Feindseligkeit entgegen. Alltags-Diskriminierungen bei Arbeits- oder Wohnungssuche haben zugenommen. Das belegen Umfragen und seriöse Untersuchungen. Moscheen, wie die Berliner Sehitlik -Moschee, sind bereits mehrfach Opfer von Brandanschlägen geworden; in Dresden ist Marwa El-Sherbini im Landgericht brutal ermordet worden. Ihr Mörder tötete aus Fremdenhass und aus Hass auf Muslime. In seinem Wahn war er davon überzeugt, er habe ein größeres Recht darauf, in Deutschland leben zu dürfen. Deshalb mordete er. Er fühlte sich von Muslimen bedroht. Deshalb musste die Mutter zweier Kleinkinder sterben. 

Wer hat dem zum Mörder mutierten Spätaussiedler die Angst vor Muslimen eingejagt? Bücher, Lexika, Enzyklopädien? Oder Talkshows, Gerüchte und Halbwissen? Muslime sind in den vergangenen Jahren mehr und mehr zur Projektionsfläche für Bedrohungen und Ängste geworden. Sie dienen als Sündenböcke für vielerlei politische und gesellschaftliche Versäumnisse. So genannte Islamexperten bringen unter dem Etikett „ Islamkritik“ eine giftige Saat aus, die den Islam grundsätzlich als gefährlich und Muslime als potentielle Bedrohung erscheinen lassen. Militante und Terroristen tun ein Übriges, indem sie im Namen des Islams morden, die ganze Religion kapern und dessen Erscheinungsbild in den Medien prägen. 

Berlins Innensenator Ehrhart Körting hat sich jüngst dafür ausgesprochen, den Gebrauch des Begriffes Islamismus zu überdenken. Der Senator weiß, dass durch den inflationären Gebrauch des Begriffes „ Islamismus“ viele Menschen nicht mehr unterscheiden können zwischen Muslimen und Extremisten. Deshalb plädiert er dafür, Extremisten auch Extremisten zu nennen. Genau um diese Trennschärfe geht’s sowohl in der äußeren als auch in der inneren Wahrnehmung. Auch wir Muslime müssen muslimische Extremisten als Extremisten bezeichnen und uns von ihnen klar abgrenzen. 

Deutschland tut sich schwer damit, Muslime als selbstverständlichen Teil anzuerkennen. Dazu müssen eigene Ängste überwunden werden.

Das kostet Kraft – und Mut. Vielleicht hilft auch der nüchterne Verstand: Seine Anhänger können als Bedrohung, oder aber als Chance, sie können als Last, oder als Zukunftspotential wahrgenommen werden. Ein Wert, der Europa stark gemacht hat, ist die Offenheit gegenüber anderen Kulturen. Wenn wir diese Offenheit verlieren, verliert Europa Kraft. Die aktuelle Integrationsdebatte in Deutschland gleicht oft einer Abwehrschlacht gegen den Islam. Lohnt diese Anstrengung? Ich halte ein konstruktives Miteinander für sinnvoller. „ Nicht um die Wette leben, sonder n die Werte leben“, sollte das an beste europäische Traditionen angelehnte Credo sein. Im Umgang mit neuen Minderheiten zeigt sich, inwieweit die hehren Werte Freiheit und Toleranz tatsächlich eingelöst werden. Muslime mit ihrer 1400-jährigen Geschichte können viel Gutes in der Gesellschaft leisten – nicht nur als Steuerzahler, sondern auch als Visionäre, Architekten und Konstrukteure einer besseren und gerechteren Welt. Freiheit bedeutet im Umkehrschluss auch Verantwortung, sich einzumischen und munter mit zu diskutieren.

Ein arabisches Sprichwort sagt: „ Die Liebe zum Vaterland kommt vom Glauben.“

Der Islam ist durch seine europäische Geschichte Teil Deutschlands, und auch durch die hier lebenden muslimischen Bürger. Längst tragen viele Muslime Deutschland im Herzen, und längst ist es ein selbstverständlicher Teil ihres Denkens und Handels – nicht nur bei den erfolgreichen Kickern unserer Fußballnationalmannschaft.

Aiman Mazyek              

 
Copyright © 2006
Elisabeth Mariam

Müller,
Danziger Straße 16,
53859 Niederkassel

counter kostenlos

 

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an:
muslime-in-niederkassel@t-online.de

Telefon 02208 910396

Alle Texte, alle Fotos, alle Gestaltungselemente dieses Internetportals sind - sofern nicht ein anderes Copyright angegeben ist - für die Muslime in Niederkassel, Danziger Straße 16, 53859 Niederkassel,  urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung von Elisabeth Müller  unzulässig und strafbar. /span

Urheberrechtlich geschützt ist diese Homepages mit Textbeiträgen, Fotos, Grafiken, Animationen, Audios und Videos und Beiträge aller Art genießen Schutz nach dem Urheberrechtsgesetz. Auch für diese gilt also, dass zum Beispiel Vervielfältigungen nicht ohne weiteres zulässig sind.

Die Inhalte meine  Internetseiten "Muslime in Niederkassel" dürfen daher ausschließlich in den engen Grenzen der urheberrechtlichen Ausnahmetatbestände kopiert werden, zum Beispiel zum persönlichen privaten Gebrauch. Jede darüber hinausgehende Vervielfältigung und Verbreitung bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Urhebers.

Sie dürfen also zum Beispiel ein Manuskript zum privaten Gebrauch auf Ihrer Festplatte speichern, es aber nicht auf Ihrer Homepage einstellen oder als Link und dadurch an mit Ihnen nicht persönlich verbundene Dritte weitergeben.

Layout und verantwortlich: Muslime in Niederkassel ist Elisabeth Mariam Müller

Die Webseite "Muslime in Niederkassel", Elisabeth Mariam Müller, Danziger Straße 16, 53859 Niederkassel  ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Stand: 14.06.2016

 

 

StartseiteInhalt und KontaktBücher
StartseiteAus NiederkasselNeuesPersönlichesVeranstaltungenPresseLerne den Islam kennen

Bildung

Bilder der Stadt

Inhalt und Kontakt   Das Jahr 2010Presse 2010PredigtFrau in der Religion

Lernen

Bilder

Islam - die Religion 

Muslime und die Medien

Integration und SPDDas Jahr 2009Presse 2009Gebetshaus

Gewalt, Zwangsheirat, Ehre

Musik

Alte Bilder

  Imame in Deutschland

Eine Muslima und die SPD

Das Jahr 2008Presse 2008

Das Gebet

Juden Christen Muslime

Elternrat

Bücher  

Die diffamierte Veranstaltung

Das Jahr 2007Presse 2007

Ramadan

Islamische Begriffe

  Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises 2009

Verunglimpfung im Internet

Das Jahr 2003-2006Presse 2006

Der Prophet/span

Dialog mit den Religionen

Stadt Niederkassel

    

Vergangene Veranstaltungen

 

Wallfahrt Opferfest

Kirchen in Türkei