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Ramadan, der König der Monate

Sinn und Wertigkeit des Ramadans

Abu Hurayra (r) berichtete, dass der Gesandte Allahs (s) sagte:
"Das Fasten ist (für den Menschen) ein Schutz; so soll er (während des Fastens) weder Schändlichkeit noch Torheit begehen; und wenn jemand ihn zum Zweikampf auffordert oder beschimpft, soll er ihm zweimal sagen: "Ich faste."
Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, daß der Geruch aus dem Mund eines Fastenden bei Allah besser ist als der Moschusduft."
Allah sagte: "Er (der Fastende) stellt Meinetwegen sein Essen und Trinken sowie seine Begierde ein. Das Fasten ist Mir gewidmet und ich belohne entsprechend; und jede gute Tat wird gleichermaßen zehnfach belohnt."

(Bukhari, Hadith Nr. 1894)

  
 



  
 















Welche Vorzüge weist das Fasten des Monats Ramadan auf?

Der Gesandte Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm sagte:

" Wer Ramadan aus reinem Glauben und in der Hoffnung auf Allahs Lohn fastet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben."

Buchharyy 1/22
 Auch sagte der Gesandte Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm: 

" Wenn Ramadan beginnt, werden die Tore des Himmels geöffnet, die Tore des Höllenfeuers geschlossen und die Satane mit Ketten gefesselt."

Buchharyy 2/572 

Zudem sagte der Gesandte Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm: 

"Gewiss, es gibt im Paradies ein Tor, das Ärrayyänn heißt, durch das die Fastenden am Tage der Auferstehung eintreten werden; kein anderer außer ihnen wird hindurch eintreten. An jenem Tage wird gesagt: " Wo sind die Fastenden?" So stehen diese dann auf, und kein anderer außer ihnen wird hineintreten. Wenn sie darin sind, wird das Tor geschlossen, und danach tritt keiner mehr durch diese ein."

Buchharyy 2/671

Welche Weisheiten verbergen sich hinter dem Fasten des Ramadan?

Der Monat Ramadan ist eine gewaltige Saison, um Allah, dem Majestätischen, Gehorsam zu leisten und Seine großen Gaben zur erhalten. Ramadan ist eine Huld Allahs, des Großzügigen, die Er, wem von Seinen Dienern Er will, verleiht, um ihnen ihre Sünden zu vergeben, ihre Belohnung zu vermehren, ihre Stufe zu erhöhen und ihre Beziehung zu Ihm stärker werden zu lassen.

Das Fasten ist ein Mittel, um Allah, dem unablässig Schenkenden, für seine Gabe zu danken, denn wen sich jemand für eine bestimmte Zeit von Gaben Allahs ( z.B. Essen, Trinken usw.) fern hält, lernt er ihren wahren Wert kennen, was somit ein Motiv für die Pflichterfüllung des Rechts Allahs, gedankt zu werden, darstellt. Darauf wies Allah subhanahu wa ta'ala, im edlen Koran hin:

Gedenkt Meiner, so gedenke Ich euer. Seid Mir dankbar und seid nicht undankbar gegen Mich. 2:152

Und als euer Herr ankündigte: " Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr Gunst erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist Meine Strafe fürwahr streng." 14:7

Das Fasten ist ein Mittel, um die Furcht vor Allah, dem Allgewaltigen, zu realisieren, d. h., um Seine Gebote durchzuführen und Seine Verbote zu vermeiden und somit Seine Zufriedenheit zu erlangen. Allah der Allweise, sagt diesbezüglich im edlen Koran:

Oh die ihr an die gesamte Botschaft des Islam glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass Ihr Allah fürchten möget. 2:183

Das Fasten ist ein Mittel, die Verbote zu vermeiden; denn es ist eher gewährleistet, die im Islam verbotenen Dinge zu meiden, wenn man es sogar schafft, sich von den im Islam erlaubten Dingen fern zu halten.

Das Fasten hilft, die schlechten Charaktereigenschaften zu besiegen und die Begierden, die ein Mittel des Satans sind, den Menschen irre zu führen, zu beherrschen; d. h.: Das Fasten hilft, den Satan zu besiegen, sodass seine Einflüsterungen schwächer und die Sünden weniger werden.

Das Fasten bringt Güte und Barmherzigkeit gegenüber den Armen; denn der Fastende, der den Hunger nur für eine bestimmte Zeit spürt, erinnert sich an diejenigen, dien den Hunger ständig erleben.

Das Fasten ist nicht nur Läuterung der Seele und Erholung des Körpers, sondern in größerem Maße eine Schulung des Charakters,

Das Fasten ist Stärkung des Glaubens und Disziplin gegenüber Allah, dem Liebevollen, gegenüber sich selbst und gegenüber den Mitmenschen ist.

 

Wie wird gefastet und was ist Fastenbrechen oder Iftar?

Das Fasten beginnt nach dem Morgengebet und endet nach dem Abendgebet. Die Gebetszeiten richten sich nach dem Sonnenstand, im Sommer kann das Fasten bis zu 20 Stunden dauern und im Winter sind die Zeiten des Fastens dann viel kürzer.

Dem Muslim ist es untersagt in dieser Zeit zu essen und zu trinken. Wenn dann das Abendgebet, dies ist kurz vor Sonnenuntergang, naht, nimmt der Fastende ein Glas Wasser zu sich und ißt eine Dattel. Nach dem Gebet wird das Fasten gebrochen (Fastenbrechen oder Iftar genannt).

Zu diesem Essen laden die Muslime die Familie ein, aber auch Freunde der Familie um mit ihnen gemeinsam das Fastenbrechen zu begehen. Nach dem Essen wird ein Gebet gesprochen, und Allah gedankt, dass man wieder den Tisch reichlich decken konnte.

 

  
  

Das Ramadanfest (Zuckerfest) am Ende des Ramadans beendet das Fasten dann ganz.

(türkisch: Ramazan Bayram; Şeker Bayramı; arabisch: 'Īd al-Fitr)


Das Fest des Fastenbrechens ist, zusammen mit dem Opferfest, eines der beiden Hauptfeste im Islam. Es wird von allen islamischen Traditionen begangen. Das Fest findet an den ersten zwei bzw. drei Tagen des Monats Schawwal statt. Schawwal folgt auf den Fastenmonat Ramadan; zur Bestimmung des Monatsanfangs gelten die gleichen Regeln wie für den Ramadan auch, d. h. die Mondsichel muss gesichtet werden.

Das Fest drückt die Freude darüber aus, die Entbehrungen der 30-tägigen Fastenzeit des Ramadan erfolgreich auf sich genommen zu haben. In den Familien werden Feierlichkeiten ausgerichtet, zu denen natürlich auch ein Festessen gehört, dass für das anstrengende Fasten "entschädigt".

Es finden gegenseitige Besuche statt, ebenso wird aber auch der Verstorbenen gedacht. Als Zeichen der Verbundenheit werden auch entfernt lebende Verwandte, z. B. in den Herkunftsfamilien, angerufen oder mit einer Grußkarte bedacht und es werden gegenseitig Geschenke ausgetauscht. All das macht das Fest des Fastenbrechens zu einem ausgesprochenen Freudenfest. Jegliche selbst auferlegte Entsagungen, z. B. ein Fortsetzen des Fastens, sind untersagt.

Zur ausgelassenen Feierstimmung trägt natürlich auch bei, dass sich die Muslime bewusst sind, sich in der Fastenzeit intensiv mit ihrem Glauben auseinandergesetzt und eine der fünf religiösen Pflichten - das Fasten - erfüllt zu haben. Nun hoffen die Gläubigen, dass Allah ihre Bemühungen anerkennt.

Das gemeinschaftliche Gebet in der Moschee gehört ebenso zu den Bestandteilen des Ramazan Bayram oder Id al-Fitr. Wegen des großen Andrangs der Gläubigen sind die Moscheen und Gebetsräume dann oft zu klein und die Gebete und Ansprachen müssen in andere Räume oder ins Freie übertragen werden.

Wie durch das Vorbild des Propheten Mohammed bestimmt, unterscheidet sich die Zusammenkunft am Fest des Fastenbrechens durch eine andere Abfolge von Gebet und Predigt. Ebenfalls gemäß dem Vorbild Mohammeds wird ein Almosen (Zakat al-Fitr, Almosen des Fastenbrechens) entrichtet.

  
 

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Stand: 12.04.2012

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